iRadar

Das Projekt „iradar“

iradarDas Auffinden und Vermessen kleinvolumiger Objekte im nahen Untergrund ist eine häufige Aufgabe, nicht nur in der Katastervermessung und Flurbereinigung, sondern auch in anderen Gebieten, z.B. der Archäologie. Dabei wird in der Regel ein immenser Aufwand betrieben, die im Untergrund befindlichen Objekte unterschiedlichster Form zu finden und anschließend in originalgetreuer Lage aufzunehmen. Der damit verbundene Zeitaufwand beim Suchen und Freilegen der Objekte oder das Risiko einer  unbeabsichtigten, irreversiblen Lageänderung oder Zerstörung bei diesem Prozess würde entschieden verringert werden, wenn es ein geeignetes 3D-Untergrundmodell und -messsystem gäbe, welches eine zerstörungsfreie Messung ermöglichen würde. Für einen effizienten und wirtschaftlichen Einsatz wären dann eine präzise Lageerkennung und ein zügiger Arbeitsablauf im Felde von wesentlicher Bedeutung, so dass bereits vor Ort erste Entscheidungen getroffen werden können.

Das Ziel

Modell und MessaufbauZiel dieses Projektes „Konstruktion eines nicht destruktiven 3D-Untergrundmesssystems mit präziser Lagebestimmung durch GPS“ – gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über die AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“) im Rahmen des Programms ProInno II war die Konstruktion eines Gerätes, welches die bereits vorhandenen Systeme Georadar (GPR) und GPS miteinander so verbindet, dass eine zuverlässige Erkennung und hochpräzise vermessungstechnische 3D-Aufnahme von definierten Objekten, wie beispielsweise Grenzsteinen im Untergrund, durchgeführt werden kann.

Ergebnis

Mit den Ergebnissen dieses Projektes wurde gezeigt, dass grundsätzlich Modell, Verfahren und Messsystem eine Erkennung von Grenzsteinen bzw. besser sichtbaren Objekten ermöglichen. Der Erfolg hängt jedoch maßgeblich von Faktoren wie Bodenfeuchte, Objektgröße, Maß der Inhomogenität des Bodens bzw.  Oberflächenbeschaffenheit des Geländes ab. Für einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Einsatz bei der zur Suche nach Grenzmarkierungen ist der Einsatz von mehreren gekoppelten Antennen grundsätzlich anzuraten. Auch die zusätzliche Verwendung alternativer, die GPR-Komponente ergänzende, Sensoren ist zu prüfen, um z.B. eine Messung bei höheren Bodenfeuchten zu ermöglichen.